Lukas Raeber
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Nischenhain
Drei verfremdete Gewächshäuser
Beschreibung

Durch drei ortspezifische Interventionen soll die Vegetation auf dem Gelände der ehemaligen Grundschule in Köln Volkhoven gestärkt werden. Das vor Ort gebaute Segment des Museum Ludwig, dessen Zweck es war Licht-, Raum- und Materialstudien für das geplante Museum auszuloten, dient dabei als Gedankenstütze. In Anlehnung an dieses gebaute Fragment werden drei Miniatur-Gewächshäuser an kritischen Stellen auf dem Gelände platziert. Sie sollen das bestehende Pflanzenwachstum des Terrain Vague durch gezielte Lichtführung stärken und als Katalysator zusätzlichen Lebensraum für Insekten bieten.
Als Ausgangslage der Grundmaterialien der Gewächshäuser dienen Glasscheiben, Metallstücke und einfache Baumaterialien welche vor Ort in Vergessenheit geraten oder ungebraucht zurückgelassen worden sind. Diese werden als Objet trouvé verwendet. Analog zur Simultanhalle werden auch neue Elemente experimentell eingefügt und dem Ort, der Natur überlassen. Sie sollen in der neu verwendeten Anordnung von Tieren und Pflanzen angeeignet werden können. Es entstehen Objekte bei denen der ungewisse Raum zwischen Zufall und Gestaltung schwankt. Das Bodengitter aus Metall kann so zum Beispiel zur Tierbehausung, als Kletterhilfe für Pflanzen, oder als Schattenspender verwendet werden. Die Gerichteten Gläser stauen die Wärme und beschleunigen das Pflanzenwachstum. Die unterschiedlichen Gewächshäuser bilden in verschiedenen Konstellationen in sich und mit der Umgebung ein statisches Äquilibrium. Diese Äquilibres werden über Zeit von der Fauna und Flora einverleibt und somit Teil von ihr.

Austellungsbeitrag in der Simultanhalle Köln kuratiert von Karsten Födinger 2017.

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